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Triathlon Kurzstrecken WM in Hamburg

Am 14.07. fanden im Rahmen des World Triathlon Events in Hamburg die Weltmeisterschaften der Amateure (Altersklassen) im Sprinttriathlon statt. Hiebei werden 800m in der Alster geschwommen, 20km mit dem Rennrad durch die Innenstadt von Hamburg gefahren und abschließend 5km im Bereich um die Innenalster und die amerikanische Botschaft gelaufen. Das Ziel befand sich im Herzen von Hamburg am Rathausplatz. Vor einer beeindruckenden Kulisse startete Bettina in ihrem 72 Starterinnen umfassenden Feld gut in die 21.9 Grad warmen Innenalster. Der Schwimmkurs führte sie zuerst 200m in Richtung Außenalster, um zwei Wendebojen wieder zurück in Richtung Start, unter der Brücke am Jungfernsteig hindurch zum Ausstieg am Rathausplatz. Die meisten Athletinnen trugen einen Neoprenanzug, welcher bis zu einer Wassertemperatur von 22.0 Grad erlaubt ist. Durch diesen Anzug versprechen sich viele Athleten einen besseren Auftrieb und dadurch eine schnellere Schwimmzeit. So trug auch Bettina aus diesem taktischen Grund einen Neoprenanzug. Durch den eng anliegenden Neo und die hohe Wassertemperatur konnte sie nicht das maximal mögliche Schwimmtempo der Spitze mitgehen, da ihr Körper im warm werdenden Wasser drohte zu überhitzen und sie bei noch höherem Tempo Atemprobleme bekam. Beim Schwimmen konnten sich 20 Athletinnen vor ihr absetzen und bildeten eine Führungsgruppe. Bettina führte aus dem Schwimmen heraus eine große Verfolgergruppe in die Wechselzone zum Rad fahren an und wechselte mit einer souveränen Wechselzeit die Gruppe aus der Wechselzone auf den 20km langen Radkurs. Dieser führte die Athletinnen in zwei Runden jeweils an den Landungsbrücken und über die Reeperbahn und durch den Wallringtunnel zurück zur Wechselzone, wo die Athletinnen das Rad abstellen und ihre Laufschuhe anziehen. Beim Radfahren war Windschattenfahren erlaubt, wodurch sich mit Bettina eine große Gruppe bildete, um sich gegenseitig Windschatten zu geben und Kräfte fürs Laufen zu sparen. Bettinas Verfolgergruppe funktionierte gut, sodass viele Athletinnen sich die Arbeit im Wind an der Spitze der Gruppe teilten. Hierdurch konnte der Abstand auf die führende Gruppe bis zum Abschluss des Radfahrens signifikant verkürzt werden. Mit der sechstschnellsten Wechselzeit vom Rad auf den abschließenden 5km Lauf konnte Bettina sofort ein Zeichen setzen und viele Athletinnen ihrer Gruppe schon beim Wechsel weit distanzieren. Mit dem schnellen Wechsel legte sie den Grundstein für die ebenfalls sechstschnellste Laufzeit des Tages in ihrer Klasse und konnte nach und nach immer mehr Athletinnen auf der Laufstrecke überholen. So arbeitete sie sich Meter um Meter im Feld weiter nach vorne, um schließlich auf Platz 12 liegend das Ziel auf dem Rathausplatz zu erreichen. Bei Michael starteten ebenfalls fast alle 49 Starter im Neoprenanzug. Dieser machte sich bei den Schwimmzeiten auch direkt bemerkbar. Eine Führungsgruppe von 7 Athleten konnte sich beim Schwimmen absetzen - die ersten drei Athleten konnten eine Schwimmzeit von unter 10 Minuten vorweisen. Michael kam auf Position 10 liegend aus dem Wasser mit einer Schwimmzeit von 10:08min und führte eine 10-köpfige Verfolgergruppe aus der Wechselzone auf die Radstrecke. Mit einem schnellen Wechsel aufs Rad konnte er die Lücke zu den in Führung liegenden Athleten fast noch schließen, musste aber dann doch auf die nachkommenden Athleten warten, um nicht alleine gegen den Wind ankämpfen zu müssen. In der zehnköpfigen Verfolgergruppe wurde das Tempo insbesondere von den vier deutschen Athleten hoch gehalten, um den Abstand nach vorne zu verringern. Dies gelang nach und nach, sodass sich zum Ende des Radfahrens der Abstand auf die Führungsgruppe auf Sichtweite - sprich ungefähr 10 Sekunden - verkürzt hatte. Michael führte die Verfolgergruppe mit dem Wissen von vergangenen Rennen in die Wechselzone zum Lauf an, wissend, dass einige Sekunden beim Wechsel schon mehrere Positionen ausmachen können. Mit der zweitschnellsten Wechselzeit des Tages in seiner Klasse führte er das Verfolgerfeld auf Position 9 liegend auf die Laufstrecke. Durch die hohe Leistungsdichte im Starterfeld konnte Michael nur nach und nach einige Sekunden auf die Führenden gutmachen. Meter um Meter kam Michael den noch aus der in Führung liegenden Radgruppe stammenden Athleten näher. Im Zielsprint auf dem Rathausplatz konnte Michael noch einen aus Neuseeland angereisten Athleten überholen und sich am Ende auf Platz 7 in der Weltmeisterschaft der Altersklasse 25-29 freuen. Abschließend bleibt festzuhalten, dass sich für alle Teilnehmer die Reise nach Hamburg gelohnt hat um vor dieser besonderen Kulisse die Sprinttriathlon Weltmeisterschaft auszutragen.




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